Gutshäuser & Schlösser

Neben den Landschafts- und Naturschutzgebieten hat die Region aber auch für aktive Besucher einiges zu bieten. So können historische Schlösser und Gutshöfe sowie zahlreiche schöne Aussichtspunkte entdeckt werden.

1738 erbautes Gutshaus

Gutshaus Roga

Bis 1927 gehörte das Gut der in Basedow sitzenden Familie von Hahn. Dann gelangte es in den Besitz des Danziger Prof. Dr. A. Hasenkamp. Dessen Sohn konnte 1990 das väterliche Gut zurückerwerben. Vom Gut erhalten ist u. a. der Landschaftspark und das 1890 errichtete Verwalterhaus.

Gutshaus Roga. Zweigeschossiger Backsteinbau von 13 Achsen, dreiachsiger Mittelrisalit mit Staffelgiebel.

Gutshaus von Sadelkow (Ortsteil von Datzetal) in Mecklenburg-Vorpommern.

Gutshaus Sadelkow

Das Gutshaus wurde in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet. Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgten Umbauten.

Bis 1722 befand sich das Gut im Besitz der Familie von Gentzkow.

Ihnen folgte die Familie von Ahrenstorff und seit 1912 die Familie von Lowtzow.

Das Gutshaus wurde nach 1945 stark vereinfacht umgebaut. Es befindet sich im Besitz der Gemeinde, die eine Teilsanierung des Inneren 2003 vornehmen ließ.

Gutshaus Salow

Der ältere Teil des Salower Gutshauses wurde im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts als eingeschossiger geputzter Eichenfachwerkbau unter einem hohen Mansarddach errichtet.
Bauherr war Friedrich von Hahn. 1779 übernahm sein Enkel die Güter. Ein Jahr zuvor war Salow zur Pacht an Karl Hermann Runge gegeben worden. Im Zuge des Konkurses der Rempliner Familie von Hahn musste Runge die Pacht aufgeben.
Salow wurde an Wilhelm Friedrich Werner von Oertzen auf Lübbersdorf verkauft. Sein Enkel nahm in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Erweiterung des Herrenhauses vor.
Er ließ im rechten Winkel einen massiven zweigeschossigen Anbau ausführen.
Der wurde dann 1892 unter Georg von Oertzen zum Teil umgebaut. Das Herrenhaus erhielt dabei einen zweistöckigen Turm.

Der ältere Teil des Salower Gutshauses wurde im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts als eingeschossiger geputzter Eichenfachwerkbau unter einem hohen Mansarddach errichtet.

Turm am Gutshaus Salow, Foto Sebastian Haerter

Georgs Sohn Ulrich von Oertzen starb 1936. Bis 1945 bewirtschaftete dessen Witwe mit einem Verwalter das Gut. Heute gehört das Gutshaus der Gemeinde.
Es befindet sich eine Schloss-Schenke im Haus. Im daneben liegenden Speicher, den Ulrich von Oertzen 1923
errichten ließ, befindet sich seit 1996 eine Kreativwerkstatt.

Gutshaus Glocksin

Es soll in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden sein. Der Anbau am Gutshaus stammt von 1920. 1791 erwarb der Geheime Rat und Minister Anton Ludwig Seip das Gut vom Rittmeister von Rieben auf Ihlenfeld. Seips Sohn Johann Philipp erbte das Gut und das Herrenhaus. Sein Nachfolger wurde der Domänenrat Philipp Seip. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ging Glocksin an Anton Joseph Carl Seip, welcher der Bauherr des heutigen Herrenhauses war. Er hinterließ das Gut seinem Sohn, dem Leutnant a. D. Eugen Seip. Von ihm ging der Besitz auf Joachim Seip über, der das Gutshaus 1925 noch einmal erweitern ließ.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges diente das Herrenhaus als Unterkunft für Flüchtlinge und Vertriebene.

1995 kaufte es die Neubrandenburger Wohnungsbaugesellschaft (Neuwoba). Geplant war eine Sanierung mit anschließender Nutzung für altersgerechtes Wohnen. 1998 zog der letzte Mieter aus, danach stand das Haus leer. Im April 2000 teilte die Neuwoba mit, dass der Um- und Ausbau noch warten müsse. 2001 verkaufte sie das Gutshaus, das gemeinsam mit Gutsanlage und Park unter Denkmalschutz steht, an einen privaten Investor, der es zu Wohnungen ausbauen wollte.

Von der Gutsanlage sind einige Wirtschaftsgebäude erhalten, sie sind jedoch ungenutzt.

Das Haus ist ein zweigeschossiger Putzbau mit übergiebelten Mittelrisalit und westlichem Seitenrisalit an der Hoffront.

Im Park liegt etwas versteckt der ehemalige Eiskeller.

Gutshaus Neverin

Nachdem das Gut 1694 vom Herzog eingezogen worden war, wurde Christian Wilhelm von Arnim damit belehnt. Dieser verkaufte es 1708 an Hans Christoph von Rieben.

Dessen Nachfolger war 1713 Baltasar Friedrich von Berg. 1720 erwarb Ulrich Otto von Dewitz den Besitz. Er vererbte es an seinen Sohn Henning Otto von Dewitz. 1759 verkaufte er es an Hans Friedrich von Glöden und dessen Bruder. 1765 erwarb Sophia von Bothmer Neverin. Als Freifrau Sophia Christine von Bothmer, geborene Dewitz, 1783 starb und ihre erbberechtigte Tochter Sophia das Gut abtrat, kam es in den Besitz des Landdrosten von Dewitz. Dieser verpfändete es auf 20 Jahre an Bernhard Funk, dessen Nachfolger, Adolf von Dewitz, der Bauherr des Herrenhauses gewesen sein dürfte.

Das Haus war ein zweigeschossiger Putzbau von elf Achsen, der über einem hohen Kellergeschoss errichtet worden war.

Es verfügte über flache Eckrisalite, einen Mittelrisaliten, einen flachen Dreiecksgiebel über dem Eingang der Hofseite und ein Krüppelwalmdach.

Neverin blieb nie lange in einer Hand. Eine gewisse Kontinuität trat erst 1812 ein, als Adolf von Dewitz das Gut an Ulrich Philipp von Behr-Negendank verkaufte. Dessen Erben hielten Neverin bis zur Bodenreform.

Das Herrenhaus wurde 1987 gesprengt und abgeräumt.

Herrenhaus (Schloss) Beseritz

Der Jurist und Nationalökonom Johann August Schlettwein war Ende des 18. Jahrhunderts Herr auf Beseritz, nachdem seiner Frau infolge eines Erbschaftsprozesses 1784 das Gut zufiel.

Nach dem Tode Schlettweins 1802 erhielt seine Tochter Ernestine Friederike Eleonore Schlettwein das Gut, die am 14.05.1803 in Beseritz Johann Christoph Rodbertus (+ 1827) heiratete. 1808 zog die junge Familie von Greifswald, wo Ihre beiden Kinder geboren waren, nach Beseritz und bewirtschafteten das Gut. Er hat das Gut später käuflich erworben. Nach dem Tod der Mutter 1849 ging es über an die Tochter Johanna. Sie gab Beseritz 1849 an Ihren Sohn Friedrich Wilhelm Karl von Lepel weiter.

Nachdem ein Brand fast den gesamten Gutshof vernichtete, ließ Christian Graf von Bernstorff ab 1880 auf dem Kellergeschoss des Vorgängerbaues das beeindruckende Herrenhaus durch den Architekten Georg Daniel errichten.

Der Turm mit dem offenen Obergeschoss und einem Spitzhelm wurde nachträglich an der Südostseite anfügt. Das Gebäude zeigt neben vielfältigen Details eine horizontale Gliederung der Fassade durch einen umlaufenden Weinlaubfries aus glasierten Ziegeln. Im Inneren finden sich im Vestibül originale Deckenmalereien.

Nach der Enteignung Christian Ludwig Graf von Bernstorffs 1945 diente das Herrenhaus vorerst der Unterbringung von Flüchtlingen, später saß hier der Rat der Gemeinde, ein Arzt, auch eine Gaststätte und Büroräume waren eingerichtet. Seit 1993 in Privatbesitz, befinden sich im Gebäude Wohn- und Geschäftsräume, es wird jedoch für Kunst, Kultur und Feste offen gehalten.

Hinter dem Herrenhaus liegt ein sehr gepflegter Park, der um 1880 angelegt wurde. Blickfang ist hier, neben einem alten Baumbestand, ein mit Feldsteinen eingefasster Wasserlauf, der die ehemalige Burganlage umschließt.

Der malerische neogotische Backsteinbau verfügt dorfseitig über einen dreiachsigen Mittelrisaliten mit Spitzbogenfenstern, in dem Treppengiebel befindet sich das Wappenfeld.

Schloss Zinzow

Das Herrenhaus Zinzow ließ Graf Maximilian M. Georg von Schwerin ab 1907 im Neobarockstil errichten. Die Hofseite des zweigeschossigen Putzbaues wird durch den dreiachsigen Mittelrisalit mit hohen Rundbogenfenstern bestimmt.

Darüber befindet sich ein Segmentbogengiebel, der das Wappen derer von Schwerin zeigt.

Im Inneren beeindruckt die Eingangshalle, in der ein mit Wappen geschmückter Kamin und die durch Säulen getragene zweiläufige Treppenanlage aus der Erbauungszeit

Anfang des 20. Jahrhunderts erhalten blieben. Durch den stuckverzierten Gartensaal mit einer Kassettendecke gelangt man über eine Terrasse und die anschließende Freitreppe in den 14 ha umfassenden Landschaftspark, der mit weiten Wiesenflächen, einem interessanten lockeren Baumbestand und einem verschlungenen Wegenetz zum Spazieren einlädt.

 

Bis 1945 befand sich das Gut im Besitz der Familie von Schwerin. 

 

Seit 1997 befindet es sich in Privatbesitz und ist zu einer Ferienidylle geworden. Für die aufwendige denkmalgerechte Restaurierung des Herrenhauses 1999 erhielten die Eigentümer den Bundespreis “Handwerk in der Denkmalpflege”.

Die historische Gutsanlage umfasst auch einige erhaltene Wirtschaftsgebäude, neben anderen ein faszinierendes technisches Denkmal 

- die Gutsbrennerei, in der seit einigen Jahren wieder regionale Früchte nach alter Tradition zu edlen Tropfen verarbeitet werden.

Hinter dem Schloss Zinzow verbindet sich der weitläufige Park mit den Wiesen des Landgrabentals.

Der Landschaftspark wurde zeitgleich mit der Errichtung des Schlosses von dem bedeutenden schwedischen Gartenarchitekten Karl Gustav Svensson in das bestehende Landschaftsprofil eingebunden.
1998 wurde das Schloss restauriert und der Landschaftspark rekultiviert.

Schmuggerow war seit dem 14. Jahrhundert ein Lehen derer von Köppern, 1842 gelangte es in den Besitz der Grafen von Schwerin.

Herrenhaus (Schloss) Schmuggerow

Das Herrenhaus ließ Maximilian Graf von Schwerin-Putzar ab 1865 im neobarocken Stil errichten. Der Grund war die Übereignung des Gutes Schmuggerow an seine Tochter Luise anlässlich ihrer Hochzeit mit Rudolph Graf von Kanitz. Unter der Leitung des Architekten Paul Otto Brückwald, der unter anderem auch für den Bau des Festspielhauses in Bayreuth verantwortlich war, entstand ein prachtvolles Herrenhaus. An die Verbindung der Familien von Schwerin und von Kanitz erinnert das Allianzwappen im Giebel der Hofseite. Gleichzeitig mit dem Bau des Herrenhauses begann die Umgestaltung des Parks durch den Berliner Landschaftsarchitekten Lange. Im Jahre 1944 zogen vorerst Flüchtlinge in das Herrenhaus ein, später diente es auch als Außenstelle des Landesamtes für Denkmalpflege. Bis 1989 war das Herrenhaus bewohnt.

Auf dem Friedhof befindet sich die gepflegte Grabstelle der Familie von Kanitz. Die ehemaligen Wirtschaftsgebäude sind teilweise zu Wohnhäusern ausgebaut.

 

Im Jahre 1994 fanden sich bei einer Immobilienauktion für das inzwischen stark heruntergekommene Gebäude neue Eigentümer, die umfangreiche Sanierungsarbeiten durchführen ließen; seitdem wird das Herrenhaus an Feriengäste vermietet.

Herrenhäuser Putzar

Der Großhofmeister Ulrich von Schwerin ließ hier um 1550 ein Festes Haus, den sogenannten Ulrichsbau, errichten.

Sein Sohn Joachim von Schwerin ließ, im rechten Winkel zum älteren stehend, ein neues zweigeschossiges Herrenhaus, den Joachimsbau, anfügen.

Im 18. Jahrhundert verfiel der Ulrichsbau, der zu dieser Zeit lange nicht mehr in Nutzung stand, zusehends und 1785 ließ der damalige Pächter Heinrich Christoph Schröder die obere Etage abbrechen.

Der Joachimsbau wurde genutzt und im Jahre 1753 durch das Aufsetzen einer dritten Etage vergrößert. Nach 1840 erfuhr der Park durch Maximilian von Schwerin-Putzar eine neue Gestaltung, er ließ die Lindenallee und den von Eschen dominierten südlichen Parkteil anlegen.

Den Platz vor dem Haus und die Auffahrt gestaltete 1862 der Gartenbaudirektor Ferdinand Jühlke und eine Dekade später lieferte der Kolberger Garteninspektor Bong die Pläne für die Erneuerung der gesamten Parkanlage. Bis 1945 diente der Joachimsbau als Wohnsitz der Grafen von Schwerin-Putzar.

Nach der Enteignung war das Herrenhaus zunächst Flüchtlingsunterkunft, später diente es auch als Lager, bis in den 1970er Jahren der Dachstuhl einstürzte. Seit 1990 gibt es verstärkte Anstrengungen, das wertvolle Denkmalensemble zu erhalten.

Um den weiteren Verfall zu verlangsamen, erhielt der Joachimsbau ein Schutzdach, der Landschaftspark wurde unter Anleitung des Garten- und Landschaftsarchitekten Stefan Pulkenat restauriert.

Wie in einem Gemälde der Romantiker zeigen sich die beiden Ruinen der Herrnhäuser im Landschaftspark von Putzar.

Schloss Schwerinsburg (Parkseite) um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Herrenhaus (Schloss) Schwerinsburg

Der Ort wird 1251 erstmals als “Comerowe” erwähnt. Anlässlich eines Besuches des Königs Friedrich Wilhelm I. in dem gerade fertig gestellten prächtigen Herrenhaus erhielt der Ort den Namen Schwerinsburg nach dem in Pommern bedeutenden Geschlecht von Schwerin.

Das Herrenhaus entstand 1720 bis 1733 im Auftrag des preußischen Generalleutnants Curd Christoph von Schwerin. Die barocke Anlage galt als die größte Pommerns: an das Hauptgebäude schlossen sich langgestreckte Trakte mit anschließenden mächtigen Eck-Pavillons an; die Seitenflügel, in denen sich eine Kapelle und ein Theater befanden, flankierten einen Ehrenhof. Im Inneren fanden sich feinste Stuckarbeiten, angefertigt von italienischen Künstlern und Gemälde des Malers Antoine von Pesne.

Letzter Besitzer bis 1945 war Eberhard Graf von Schwerin. Vor dem Hauptportal befand sich bis 1950 das 1790 errichtete Denkmal des Feldmarschalles.

 

 

Das Herrenhaus wurde im Mai 1945 in Brand gesetzt und dem Erdboden gleichgemacht, vom Westflügel, in dem sich die prunkvolle Schlosskapelle befand, blieb lediglich ein Mauerrest erhalten. 

Der ursprünglich barocke Park wurde im 19. Jahrhundert in einen Landschaftspark umgestaltet. Von ihm sowie von der Parkmauer sind nur noch Fragmente erhalten.

Gutshaus Ferdinandshof

Zwischen 1736 und 1738 richtete Cristoph Ludwig Henrici, Generalpächter der königlichen Ämter Ueckermünde und Torgelow, westlich von Torgelow einen größeren Amtshof ein.

Dieser erhielt von Friedrich Wilhelm I. 1737 den Namen Ferdinandshof. Mitte des 19. Jahrhunderts übernahm das Preußische Kriegsministerium die Domäne und richtete ein Remontedepot ein, wo bis 1945 Pferde für Dienstzwecke ausgebildet wurden. Um 1907 übernahm Benno von Creytz die Domäne. Aus dem Remonteamt entstanden nach dem 2. Weltkrieg staatliche Landwirtschaftsbetriebe. 1946 wurde in Ferdinandshof ein Landeshengstgestüt, als Nebenstelle des Gestütes Redefin eingeweiht. Das Gutshaus wurde 1983 renoviert und diente als Wohnheim für Jungfacharbeiter.

Im Jahre 2008 begannen aber im Auftrag der Gemeinde die Sanierungsarbeiten, die im September 2014 ihren Abschluss fanden.

 

Nach 1990 lag die Verantwortung für die denkmalgeschützte Anlage bei der Gemeinde, die umfangreiche Aufräumungsarbeiten leistete. Ein Speichergebäude neben dem Gutshaus ist abgebrannt, die weiteren Wirtschaftsgebäude nutzen die Feuerwehr, ein Jugendclub und die Volkssolidarität, ein Stall wurde zu Wohnraum ausgebaut.

Nach der Sanierung zog die Diakonie Pflegedienst gGmbH in das denkmalgeschützte Gutshaus ein. In der unteren Etage hat der ambulante Pflegedienst mit Tagesbetreuung seinen Platz, im Obergeschoss gibt es drei Appartments und Räume für ein Pflegehotel.

Herrenhaus und Barockgarten Heinrichsruh

von 1750 bis 1752 von Christoph Ludwig Henrici angelegt. Das Gut, dessen wirtschaftliche Grundlage eine Glashütte war, ging bereits 1769 konkurs.

Die nachfolgenden Besitzer lebten von den schmalen Einkünften aus karger Landwirtschaft und waren nicht in der Lage, Herrenhaus und Park nach der jeweiligen Mode umzugestalten.

Dies stellt heute einen sehr guten Umstand für die Denkmalpflege dar, da der barocke Landsitz fast unverändert erhalten geblieben ist und ein authentisches kulturhistorisches Zeugnis herrschaftlicher Bauweise des 18. Jahrhunderts im ehemaligen preußischen Vorpommern darstellt.

1997 wurde das Anwesen durch den Verein Denkmalpflegezentrum e.V. übernommen.
Der barocke Garten wurde in den Jahren 2002 bis 2005 wissenschaftlich untersucht und rekonstruiert.

Er weist noch umfangreiche Reste des barocken Pflanzenbestandes auf, so unter anderem einen 250 Jahre alten Laubengang aus Winterlinden und über 20 prächtige Eiben, die aus den geschnittenen Formbäumchen der barocken Anlage hervorgegangen sind.

 

Mit den Plänen für den Bau des Königlich-Preußischen Eisenhüttenwerkes in Torgelow beschloss Henrici, seinen Lebensmittelpunkt und Altersruhesitz ins Zentrum seines Pachtlandes zu verlegen und baute ab 1752 das Herrenhaus mit üppigem Barockgarten. Den neuen Wohnort nannte er nicht bescheiden Heinrichsruh.

Seinen Namen verdankt Heinrichsruh, unmittelbar an der B 109 gelegen, seinem Begründer, Christoph Ludwig Henrici, der das Land von der Krone pachtete.

Von der ursprünglichen Länge des Gartens von über 1500 m, die sich aus den im französischen Stil gestalteten Flächen und einem weitläufigen Jagdpark mit Sternen und Schneisen zusammensetzte, sind heute noch die Paterreflächen und die Wasserachse vorhanden, auf denen sich Pfauen, schwarze Schwäne und eine Skulptur des Bildhauers Simon Schade präsentieren.

Gutshaus Galenbeck 

Am Westufer des Galenbecker Sees ließen die Brandenburgischen Markgrafen im 13. Jahrhundert eine Grenzburg zu Pommern errichten, deren geneigter Bergfried sowie die freigelegten Grundmauern weiterer Gebäude heute ein beeindruckendes Zeugnis dieser Zeit ablegen.
Ab 1408 bis zur Enteignung 1945 saß hier das Rittergeschlecht derer von Rieben.
Unmittelbar neben der Burganlage steht deren Anfang des 18. Jahrhunderts erbautes herrschaftliches Wohnhaus. Dieses Fachwerkgebäude wurde später nach Norden um vier Achsen erweitert.
Hier unterschrieb der “Marschall Vorwärts” der Befreiungskriege gegen Napoleon Gebhard Leberecht von Blücher nach seiner Gefangennahme durch preußische Husaren 1760 die Übertrittsurkunde zur königlich preußischen Armee Friedrich II. Nach 1945 war das Herrenhaus bewohnt.

 Gutshaus Galenbeck - Ansicht von 1992

Ein beträchtlicher Erhaltungs und Sanierungsrückstand führte in den letzten Jahrzehnten zu gravierenden Bauschäden. Im Jahre 1993 wurde das Gebäude an eine Investorengruppe verkauft, nach einem erneuten Besitzerwechsel wird es nun seit einigen Jahren saniert und ist bewohnt.

Im südlichen Teil des Gutsparks steht eine herrliche 200 Jahre alte Tanzlinde, die "Luisen-Linde". Von der Gutsanlage blieben ein Stallgebäude, Torpfeiler und Fragmente der Feldsteinmauer erhalten.
Die Pfähle des Parkzaunes sind mit Vasen bekrönt.
Der älteste Teil der Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert, in einem Gruftanbau aus dem Jahre 1762.

Die Galenbecker Linde ist die einzige (erhaltene?) Tanzlinde in Mecklenburg-Vorpommern.

Gutshaus Klockow

Das Herrenhaus wurde 1853 nach Plänen von Friedrich Wilhelm Buttel errichtet. Es ist ein neugotischer, zweigeschossiger Putzbau mit Mittelrisalit. Bauherren waren die Gebrüder Carl und Louis von Bülow, die das Gut nach dem Tod ihrer Eltern geerbt hatten.

Die Bülows waren auf Klockow die Nachfolger der Familie von Oertzen. Diese mussten ihren Besitz
1838 verkaufen, nachdem August von Oertzen verstorben war.

1679 kam Klockow zuerst pfandweise, 1694 dann in den wirklichen Besitz der Familie von Oertzen.
Auch die Bülows blieben nicht auf Dauer im Besitz von Klockow. Das Gut erlebte dann zahlreiche Besitzerwechsel: 1871 war es in den Händen der Creditoren von Otto von Itzenplitz, 1884 war Ernst von Meyenn der Besitzer, 1900 folgte Adolf Burmeister und 1914 Henning von Oertzen auf Rattey.

Der letzte Besitzer des Gutes, Erich Sassen, musste den Besitz aufgeben.

Das Haus beherbergte Wohnungen, LPG-Büros, einen Kulturraum, eine Konsumverkaufsstelle und
davor sogar die Schule des Dorfes. Als Eigentümer war die Kirche im Grundbuch eingetragen.
Seit 1992 befindet sich das Gutshaus wieder in Privatbesitz.

 

 

Klockow wurde dann 1933/34 aufgesiedelt. Danach wurde das Herrenhaus auf unterschiedliche Weise genutzt.

Gutshaus (Jagdschloss) Kotelow

Im Jahre 1672 ging der letzte Kotelower Besitz der Familie von Rieben auf Henning von Oertzen über.
Der größere Teil gehörte Henning von Oertzen, Victor Sigismund von Oertzen besaß den kleineren Rest.
1702 wurde ein Tauschvertrag geschlossen: Victor Sigismund erhielt Kotelow und zwei Höfe in Klockow,
Henning bekam Lübbersdorf und 2.000 Taler.
Nach Victors Tod fiel Kotelow an seinen Sohn Arndt Heinrich. Er dürfte der Bauherr des barocken
Gutshauses (1773) sein.

https://www.jagdschloss-kotelow.de/

 Jagdschloss Kotelow - Wo die Zeit zur Ruhe kommt.

Gutshaus Lübbersdorf

Lübbersdorf liegt im Dreiländereck Mecklenburg-Vorpommern-Uckermark gelegen. Das Gutshaus wurde
im 17. Jahrhundert im Stil der Renaissance auf den Mauern einer alten Burg für die Familie von Lübberstorf erbaut.
Diese saß hier bereits seit dem 14. Jahrhundert. Infolge des Dreißigjährigen Krieges musste die Familie von Lübberstorf das Gut aufgeben und 1694 gelangte der Besitz an die Familie von Oertzen. Wilhelm von Oertzen musste das Gut 1927 an die Pommersche Landbaugesellschaft und das Herrenhaus an das Deutsche Rote Kreuz verkaufen, das seitdem bis heute als Altenpflegeheim genutzt wird.

Das Herrenhaus wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder um- und ausgebaut.
Das ursprünglich eher schlichte eingeschossige
Haus erhielt 1839 den zweigeschossigen Mittelrisalit und über dem Portal wurde der Dreiecksgiebel
eingefügt, 1891 fanden weitere Umbauten statt, ebenso nach einem Brand 1953.
Am Herrenhaus liegt ein Park, der Anfang des 19. Jahrhunderts als englischer Landschaftspark angelegt wurde. Von der Gutsanlage blieb eine Schmiede erhalten, ein klassizistischer Putzbau, der um 1800 entstand.
Einen Besuch wert ist auch die Kirche, ein stattlicher Feldsteinbau aus der Mitte des 13. Jahrhunderts.

Das Gutshaus wurde im 17. Jahrhundert im Stil der Renaissance auf den Mauern einer alten Burg für die Familie von Lübberstorf erbaut.

Wirtschaftsgebäude von 1817 (WvO = Wilheln v. Oertzen, AvF = Adelheid v. Fabrice)

Gutshaus (Herrenhaus) Groß Luckow

Das Gut befand sich über 700 Jahre - von 1198 bis 1945 - im Besitz der Familie von Raven. Sie ließen 1912 das Herrenhaus im neobarocken Stil erbauen. Nach der politischen Wende wurde das Anwesen von der Familie zurückgekauft und ab 1996 von Grund auf saniert und renoviert. Dabei konnten auch die Jugendstilelemente im Inneren des denkmalgeschützten Gebäudes wiederhergestellt werden.

Dem Herrenhaus schließt sich der sehr gepflegte, nachts beleuchtete Landschaftspark, der im 19. Jahrhundert angelegt wurde, an. Mittlerweile befindet sich das Herrenhaus in bürgerlichem Besitz, die Außenanlagen wurden neu gestaltet, die ursprünglich vorhandene Allee, die zu DDR-Zeiten verloren ging, wurde wieder aufgeforstet und die Gesamtanlage optisch sehr ansprechend bereinigt. Einige Gebäude der ehemaligen Gutsanlage, wie Scheune, Speicher und Stall, blieben erhalten und stehen ebenfalls unter Denkmalschutz. Sehenswert ist auch die Dorfkirche, die im 13. Jahrhundert entstand. Besonders schön ist hier der aufwendige Altaraufsatz.

 

Klein Luckow - Zweigeschossiger Rechteckbau mit Walmdach. Klein Luckow ist der Geburtsort von Max Schmeling, seine Eltern waren in Klein Luckow Gutsarbeiter.

Max Schmelings Geburtshaus in Klein Luckow bei Strasburg (Um.)

Gutshaus Dishley bei Friedland

Der ursprüngliche Name des Ortes war Treppersdorf. Den Namen Dishley erhielt der Ort Ende des 18. Jahrhunderts auf Anregung des Regierungsrates Johann August Schlettwein.

Dies geschah als Erinnerung an seinen längeren Aufenthalt in England sowie an ein Wirtschaftsprogramm: Dishley Grange, das Gehöft in Dishley / Leicestershire, war das Zuhause des berühmten Landwirts Robert Bakewell (1725-1795), welcher als erster selektive Zuchtarbeit in Viehbeständen durchführte.

Seine Erkenntnisse führten zu besonderen Verbesserungen bei Schafen, Rindern und Pferden.
Schlettweins Frau hatte 1783 mit ihrer Schwester die Güter Beseritz und Dahlen für 86.000 Taler erworben.

1793 trat Schlettweins Schwägerin ihren Anteil an den Regierungsrat und seine Frau ab. Diese bauten den Hof aus. Auch das eingeschossige Gutshaus mit Krüppelwalmdach wurde Ende des 18. ahrhunderts errichtet. Nach dem Tod der beiden ging das Erbe an die Tochter. 1806 kaufte die bisherige Pächterin von Pleetz, die Witwe Hellwig, das Gut Dahlen mit Dishley. 1817 kam der Besitz zu Baron von Langermann Erlenkamp. Dishley ging später als Erbe an die jüngere Hellwig-Tochter, welche den späteren MecklenburgStrelitzer Amtsrat Nauck heiratete.

Bis 1879 blieb Dishley in den Händen der Familie Nauck. Danach wechselte das Gut mehrere Male den Besitzer: 1884 war ein Bernhard Brauer der Besitzer, 1900 ein Wilhelm Sagert. 1926 war der Besitz in den Händen von Arthur Hoffmann.

Wie viele andere Güter wurde auch Dishley im Rahmen der Bodenreform aufgeteilt. Das Gutshaus diente nach 1945 zur Unterbringung vieler heimatlos gewordener Flüchtlinge. Später ging es in kommunales Eigentum über und diente bis 1993
zu Wohnzwecken. Von Mitte der 50er Jahre bis 1992 gab es im Gutshaus eine Konsumverkaufsstelle.

Auch die Post war von 1956 bis 1982 dort untergebracht. Der damalige Salon wurde als Kulturraum für den Ort genutzt.

Nach der Wende stand das Haus einige Jahre leer. 1997 wurde es von der Gemeinde Schwanbeck verkauft. 2000 begannen erste Sanierungsarbeiten, welche der Diakonieverein des Kirchenkreises Stargard ausführen ließ.

Gutshaus Eichhorst

Das Gutshaus in Eichhorst ist vielen Leute noch als alte Schule bekannt, die dort Mitte der 60er-Jahre eingezogen war.

Der Kammerherr von Engel und sein Bruder Adolf Friedrich aus dem Hause Breesen erwarben Eichhorst 1823 von Carl Henning von Bredow, dessen Familie hier seit 1746 ansässig war.

Durch einen Losentscheid erhielt Carl Heinrich das Gut und damit ein neues Herrenhaus. Dieses war 1821 als Ersatz für ein älteres Gebäude errichtet worden. Der Mittelteil ist ein zweigeschossiger, auf der Gartenseite dreigeschossiger, massiver Putzbau im klassizistischen Stil mit einem hohen abgewalmten Satteldach.

Die Fledermausgauben, die das Dach noch in den 1920er Jahren zierten, verschwanden während
der Nutzung als Schule zu DDR-Zeiten.
Das rechte Wirtschaftsgebäude wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Der linke Flügel entstand mit dem Mittelteil.

Die Engels behielten Eichhorst rund 100 Jahre. 1928 musste das Gut an Maximilian Graf von Schwerin verkauft werden. Letzter Eigentümer wurde 1934 sein Sohn Jürgen Werner.

Nach der Enteignung machte man aus dem Landgut ein VEG. In den Mittelbau des Hauses zog 1964 die
Schule ein, nach der Wende zog sie wieder aus.

Gutshaus Genzkow

Das Gutshaus ist ein massiver, eingeschossiger Putzbau mit Quaderung, einem Mansardendach und einem dreiachsigen Mittelrisaliten. Es wurde um 1770 errichtet und um 1800 baulich noch einmal verändert. Bauherr war Otto Friedrich von Bardeleben (1713-1798). 1715 hatte Karl Ludwig von Bardeleben der Witwe des verstorbenen Jürgen Christoph von Lübbersdorf Genzkow abgekauft. Als die Mecklenburger Linie der Bardeleben 1818 ausstarb, fiel das Gut an die Brüder Ludwig Carl Heinrich Kurt und Leopold Anton Ludwig Otto Eugen von Bardeleben. Die verkauften es 1818 an Carl Bernhard Ulrich von Behr, der 1825 verstarb. Seine Witwe heiratete 1831 Friedrich Franz von Cramon, der das Gut von seinem Stiefsohn Karl Gustav Maximilian von Behr pachtete. 1849 erwarb Amtsrat Schröder zu Netzka das Gut, der es aber nur wenige Monate später an Theodor Holldorf verkaufte. 1861 kaufte es Carl Siemers, der es seinem Sohn Richard vererbte. Von diesem
kam es schließlich 1905 an Otto Diederichs. Zuletzt gehörte das Gut der Witwe Anna Diederichs.

1946 ging das Land durch die Bodenreform an Bauern, die 1958 in der Landwirtschaftlichen
Produktionsgenossenschaft "Sieg des Sozialismus" zusammengeschlossen wurden.

Das Gutshaus gehört heute der Gemeinde, die 1998 die Fassade und etwas später die Giebel und die
Gartenseite restaurieren ließ.
Eigentümer des Gutes vor 1945:

1701-1704 Familie von Dewitz
1704-1715 Familie von Lübbersdorf
1715-1818 Familie von Bardeleben
1818-1849 Familie von Behr
1849-1850 Amtsrat Schröder auf Neetzkow
1850-1861 Theodor Holldorf
1861-1905 Karl Siemers auf Teschendorf
1905-1925 Otto Diederichs
1925-1945 Diederichs Erben

Gutshaus Liepen

Ortsteil von Friedland.
Der zweigeschossige Putzbau wurde 1867 im Auftrag der Familie von Heyden-Linden errichtet. Das
Gutshaus ist renoviert und wird zu Wohnzwecken genutzt.

Besitzverhältnisse vor 1945:

1699 - 1765 von Kosboth
1765 - 1797 von Holtzendorff
1797 - 1843 Bürgermeister Berlin aus Friedland
1843 - 1850 Dr. Schrader
1850 - 1877 von Heyden-Linden
1877 - (1938) Familie Wendland

Gutshaus Ramelow

Das Gutshaus ist ein eingeschossiges, verputztes Fachwerkhaus mit einem abgewalmten Mansardendach und einem hölzernen Vestibül über drei Achsen.
Es wurde gegen Ende der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet. Das Haus steht im rechten Winkel zu einem mit roten Ziegeln ausgemauerten kleineren Fachwerkteil mit einem Krüppelwalmdach.
Das Herrenhaus wurde errichtet, als Friedrich von Hahn der Eigentümer war. Er hatte 1769 die Güter geerbt.
Das Gut Ramelow war an Heinrich Hellwich verpachtet. Nach Friedrich von Hahns Tod 1805 kam Ramelow in die Hände des Stargarder Erblandmarschalls Cuno Paris von Hahn.

1815 ging ein Teil der Hahnschen Güter Konkurs und Ramelow wurde verkauft. Zunächst wurde Heinrich Hase der Gutsbesitzer, 1821 erwarb dann Johann Emanuel Hoth den Besitz.

Drei Generationen hielten den Besitz, bis es 1895
wieder zum Konkurs kam. Diesmal kaufte der Schönberger Bürgermeister Ludwig Bicker Ramelow, dessen Enkel der letzte Besitzer war. Dieser wurde mit der Bodenreform enteignet.

Die letzten Bewohner des Gutshauses sind vor einigen Jahren ausgezogen. Jetzt steht es leer und verfällt.

Gutshaus Brohm

Das Herrenhaus wurde 1713 als eingeschossiger Bau mit Krüppelwalmdach errichtet.
Später wurde das Gebäude entsprechend den Bedürfnissen der Bewohner zu beiden Seiten niedrig
ausgebaut. 1846 erwarb Adolph Friedrich Carl von Oertzen mit seinem Cousin Wilhelm von Oertzen und dessen Schwager, Georg von Rieben, von Carl Constantin die Güter Brohm, Cosa und Heinrichswalde.

Bei einer Verlosung 1848 fiel Adolph Friedrich mit Brohm der Löwenanteil zu. Er und seine Frau Bertha ließen auf ihren Gütern viele soziale Einrichtungen errichten. Das Gutshaus wurde immer wieder umgebaut, es entstanden viele neue Anbauten.

Vom Kern aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war nur die rechte Hälfte geblieben, als Georg Hennig Ludwig David Carl Eugen von Oertzen 1890 als Sechsjähriger das Erbe antrat. 1931 war er, zusammen mit einem weiteren Familienangehörigen, bekanntester Insasse der Strelitzer Irrenanstalt Domjüch. Beide konnten nicht geheilt werden und verstarben kurz hintereinander. Bei der Erbauseinandersetzung 1942 fiel Brohm an Hans Christoph von Oertzen. Er verließ 1944 mit seiner Frau Brohm. Nach dem Krieg lebten mehrere Familien in dem Gutshaus, das auch dem Rat der Gemeinde als Sitz diente. Heute ist das Haus im Besitz der Gemeinde und wird zu Wohnzwecken genutzt.

Gutshaus Golm

Gutshaus Heinrichswalde

Der Ort wurde 1751 als Meierei des Gutes Brohm, das sich zu dieser Zeit im Besitz der Familie von Rieben
befand, angelegt.

Das Gutshaus wurde um 1800 errichtet. Von 1900 bis zur Enteignung 1945 befand sich das Gut im Besitz
der Familie von Brandenstein.

Das Gutshaus diente nach 1945 zu Wohnzwecken.

Gutshaus (Herrenhaus) Cosa

Bauherr des Herrenhauses war Wilhelm von Oertzen. Das Haus wurde 1850 errichtet.
Es ist ein elfachsiger eingeschossiger Bau aus roten Klinkern, der über einen dreiachsigen Mittelrisaliten mit einer vorgelagerten Auffahrt sowie ein Satteldach mit symmetrisch aufgesetzten Gauben verfügt.

1846 war Carl Constantin Ludwig Theodor von Rieben gezwungen, sein Erbe an Adolph Friedrich Carl von Oertzen, dessen Cousin und dessen Schwager zu verkaufen. Die drei Käufer teilten den neu erworbenen Besitz.

Cosa fiel durch einen Losentscheid an Wilhelm Oertzen. Cosa blieb bis zum Kriegsende im Besitz der Familie von Oertzen-Lübbersdorf. Nach der Enteignung wurde das Herrenhaus öffentlich genutzt. Jahrzehnte befanden sich Wohnungen darin. Heute befindet es sich in Privatbesitz. Das Gutshaus wurde umfassend saniert.

Gutshaus Friedrichshof bei Friedland

Anfang des 19. Jahrhunderts in Fachwerk errichtetes und verputztes Gutshaus. Das Gut befand sich um 1749 im Besitz der Familie von Rieben.

1831 kam es an die Familie von Gamm, die es 1846 an die Familie von Gundlach verkauften. Letzter Besitzer von 1911 bis 1945 war Carl Schwabe. Nachdem das Gutshaus lange Zeit leer stand, ist es nun bewohnt und wird saniert.

Das Gebäude diente als Sitz des jeweiligen Pächters. Sonst wohnten dort der Förster sowie ein Beamter der Gutsverwaltung.

Herrenhaus Charlottenhof bei Strasburg

Das heutige Charlottenhof war ein namenloses Vorwerk, als Hans Christoph von Oertzen 1782 das alte Herrenhaus seines ererbten Gutes Rattey bezog.

Den Namen erhielt der Ort 1826 durch Adolph Friedrich Carl von Oertzen, der damit seine Mutter Charlotte würdigte, die 1837 starb. Das Wohnhaus des nach ihr benannten Vorwerkes war ein kleiner zweigeschossiger Putzbau mit Walmdach und wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Ein von Oertzen hat jedoch nie in diesem Haus gelebt.

Letzte Eigentümerin des Gutes Rattey, und damit des Vorwerkes Charlottenhof, war Bertha von Oertzen.

 

Gutshaus Neuensund

Durch seine Lage an einer über Jahrtausende hinweg wichtigen Handelsroute dürfte die Geschichte des Ortes Neuensund sehr viel älter sein als die erste Erwähnung der Kirche 1375.

Auf der Salz-und Heringsstraße – die übrigens auch heute noch erkennbar quer über den Guts-Hof verläuft – wurden solch wertvolle Güter wie Salz und Bernstein sowie alltägliche Gegenstände und Nahrungsmittel wie eben Fisch transportiert. Man hat in der Region Artefakte aus dem alten Ägypten und Rom gefunden sowie Siedlungen und Burgen slawischer Bauart.

Zudem soll es um 1300 herum zahlreiche Raubritter in der Gegend gegeben haben.

Die Geschichte des heute erkennbaren Gutes Neuensund begann ca. 1782 als Landrat Ernst III von Arnim Lützlow das vorhandene Gut kaufte. Jedoch erst nach dessen Tod begann sein Sohn ca. 1780 mit dem kompletten Neubau des Gutes inklusive Gutshaus, Stallungen, Scheunen, dem Verwalterhaus, Wohnhäusern und Landarbeiterhäusern.

Nach weiteren Landgewinnen wuchs das Gut mit zeitweise mehr als 600 Hektar und fast einem halben dutzend Nebengütern zum zweitgrößten Mecklenburgs heran.

Die Jahre nach dem Bau des Gutes waren entbehrungsreich. Napoleons Aufstieg begann und ging einher mit verheerenden Kriegszügen. Männer und Materialien wurden immer aus dem Gut abgezogen – viel blieb auf den Schlachtfeldern Europas. Und auch die Familie von Arnim beklagte 1817 den Tod eines Sohnes. Gefallen auf Seiten der Widersacher Napoleons in den Befreiungskriegen.

Die nächste Generation der von Arnims übernahm bald nach den Wirren der Kriege den Gutshof.

Hans Carl Friedrich von Arnim heiratete im Jahr 1840 Marie von Heyden.

Im Zuge der Hochzeit begannen umfangreiche Umbauarbeiten auf dem kompletten Gut. Vor allem das Gutshaus wurde nach der neuesten Mode aus- und umgebaut. Die Zimmeraufteilung und –nutzung blieb danach bis 1945 erhalten.

Heute kann man im Rohbau des Hauses, welches nach 1995 von allen Umbauten und Umnutzungen befreit wurde, jene Größe, Schönheit und Sinnhaftigkeit der Zimmerfolge und –ausrichtung wiedererkennen, wie sie einst einmal geplant wurde.

Ebenso entwarf Lenné 1840 auf den Grundlagen des bislang schon vorhandenen eher barock anmutenden Parks eine neue Landschaft im Stile englischer Parkanlagen.

Einige Jahrzehnte später suchten sich die von Arnims einen neuen Familienwohnsitz und nutzten fortan Neuensund als Sommerfrische. Bis 1945 änderten sich immer wieder Kleinigkeiten auf dem Hof, es wurde gearbeitet und der Arbeit wurde die Struktur wenn nötig angepasst. Aber alles in allem durchlebte das Gut bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges eine friedlichere Zeit als viele andere Regionen in Deutschland.

 

Mit dem Eintreffen der Roten Armee sollte sich jedoch vieles ändern. Nach dem Ende des Zweiten
Weltkrieges wurde das Gut von den Ideen der sozialistischen Ideologie umgeformt.

Das Gutshaus entging einem Abriß und wurde durch die Notwendigkeit der Unterbringung von zahlreichen Flüchtlingen kurzfristig in eine Unterkunft, später zu regelrechten Wohnungen undeiner Kinderkrippe umgebaut.

Bei Renovierungsarbeiten entfernte man den einfachen Schmuck an der Fassade und ersetzte ihn durch einen haltbaren Putz. Der Zweck bestimmte nun das Aussehen des Hauses. Der restliche Gutshof wurde landwirtschaftlich (LPG) weiter genutzt und blieb so, seinem Zweck entsprechend, nahezu unverändert bestehen.

Die Wende 1990 veränderte vieles im Ort. Der Reittourismus, der Neuensund in der DDR berühmt gemacht hatte, versiegte. Die Ländereien der LPG wurden erst verpachtet und später verkauft. Die Gebäude des Gutshofes waren für die moderne und hochtechnisierte Landwirtschaft nicht mehr geeignet.

Das Gutshaus litt unter dem Wasser, welches über undichte Dächer und Wasserleitungen in das Holz und den Lehm eindrang und so großen Schaden anrichtete, so daß die Bewohner es 1995 verlassen mussten.

Und so begann der Dornröschenschlaf, aus dem das Gut nun wieder erwachen soll.

Heute ist das Gutshaus im Inneren wieder auf seine urspüngliche Raumaufteilung zurückgebaut worden, so daß man die Konzeption des Baues erkennen kann.  Leider ist die Substanz ansonsten sehr angegriffen. Die hochwertigen Baumaterialien – altes Eichenholz sowie Ziegel und Lehm aus eigener Herstellung – haben vor allem unter Wassereinfluß durch die eben genannten Bäder und Küchen sowie undichte Dachbereiche gelitten. Wenn man durch die verfallenen Räume streift erahnt man die Schönheit des Gebäudes in seinen besten Zeiten. Gutsherren werden hier wohl nicht wieder mit ihrer Entourage einziehen. Es existieren wohl einige Ideen zur Nutzung für das Herrenhaus, allerdings kein konkretes Konzept. Und leider fehlen vor allem noch die finanziellen Mittel, überhaupt den ersten Schritt bei der Sanierung zu machen.

info@gut-neuensund.de
http://gut-neuensund.de/

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Feldsteinkirche des Mittelalters, die im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt und wieder aufgebaut wurde. © Matthias Brückner, Neuensund

In der Kirche zu Neuensund hängen mehrere Bilder. Sie zeigen die Evangelisten zusammen mit jeweils einem Tier und einem Buch.

Die insgesamt vier Evangelisten werden durch vier geflügelte Symbole dargestellt, Matthäus durch einen Menschen, Lukas durch einen Stier, Markus durch einen Löwen und Johannes durch einen Adler.

Und sie alle tragen ein Buch als Symbol ihrer Botschaft. Wer ist hier also zu sehen?

Übrigens ist der Raum der Neuensunder Kirche der einzige Ort auf dem Gut, der noch original eingerichtet ist. Sehenswert!

Gutshaus Klepelshagen

Klepelshagen liegt inmitten der Brohmer Berge und als deren Ortsteil nahe der Stadt Strasburg. Das Gut befand sich ab 1723 bis 1945 im Besitz der Familie von Arnim und diente als Vorwerk des benachbarten Gutes Neuensund.

Nachdem der Vorgängerbau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts abbrannte, ließ Familie von Arnim 1917 das Gutshaus in seiner heutigen Gestalt neu errichten. Der eingeschossige Bau mit sieben Achsen und ausgebautem Mansardwalmdach erhebt sich über einem hochliegenden Kellergeschoss. Die Gebäudekanten, der Eingangsbereich und die mittleren Fensteröffnungen an der Giebelseite sind mit einer Putzquaderung versehen.

1995 erwarb der Hamburger Unternehmer Haymo G. Rethwisch das Gut. Seitdem entstand hier ein ökologisch und wildtierfreundlich wirtschaftender Gutsbetrieb, der 2009 an die von ihm gegründete Deutsche Wildtier Stiftung übertragen wird. Zucht- und Wildtiere werden vor Ort in der Gourmet Manufaktur geschlachtet und zu hochwertigen Fleischprodukten verarbeitet.

Durch das Wildtierland führen acht Themenwege mit Erlebniskanzeln, die Auskunft über das Leben der Wildtiere geben.

Die Geschichte des Dorfes Klepelshagen

Klepelshagen liegt in der sanften Hügellandschaft der Uckermark, umgeben von Wäldern und Seen, etwa 6 km nordwestlich von Strasburg. Ein Kopfsteinpflasterdamm und daneben ein sogenannter Sommer- und Wanderweg sind ausgewiesen – durch einen der schönsten
Flecken Erde der Region.

Schon mal vorweg: Der Landstrich ist so verschwiegen, dass nicht einmal Theodor Fontane hierher fand.

 

Dieser Flecken Natur um Klepelshagen ist fraglos faszinierend: Was die Kraft des Eises vor mehr als 15.000 Jahren als Landschaft geformt hat, ist
zwischen Schwarzensee, Klepelshagen und Neuensund besonders gut zu bestaunen: Die quasi vor der Strasburger Haustür liegenden weiten Feuchtwiesen, gespenstisch anmutenden Erlenbrüche und Sümpfe und der alte Eichen- und Buchenwald, Hirschen, Rehen und mit etwas Glück auch See- und Fischadler kann man in der Endmoränenlandschaft um Klepelshagen begegnen

– mal ganz abgesehen vom einzigartigen Galenbecker-Seen-Blick vom Wachtberg aus,
südlich von Klepelshagen. Erstmals urkundlich trat Klepelshagen im Juni des Jahres 1295 in Erscheinung und ausdrücklich im Landbuch
Kaiser Karl IV. von 1375 benannt. Mit Sicherheit ist der Ort weitaus älter. Anfang des 20. Jahrhunderts und später fand man Gegenstände auf dem Flurstück Alt-Klepelshagen aus der jüngeren Steinzeit.

Der Besitz befand sich in den Folgejahren in den Händen der Familie von Hase. Obgleich abseits der großen Heerstraßen gelegen, hinterließ auch der 30-jährige Krieg seine Spuren.

Noch 1687 lag die gesamte Feldmark Klepelshagen wüst. Die Eigentümer wechselten in den
darauffolgenden Jahren. Schließlich kam das Anwesen als Vorwerk von Neuensund, 1723 an das uradlige märkische Geschlecht der Familie von Arnim.

Den Arnims ging es damals sehr gut, sie wussten
Macht und Reichtum zu sichern. Die Inflation in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts führte dann aber dazu, dass das v. Arnimsche Land zu den verschuldeten Gütern der in der Uckermark gehörte und die Rittergutsverwaltung die Bewirtschaftung übernahm.

Die v. Arnims behielten ihren Besitz bis 1945, verließen ihn jedoch in den letzten Kriegswochen auf der Flucht vor der Roten Armee.

Im Gutshaus befanden sich u. a. die Schule (es
gab sie seit 1928); die Zahl der Schüler war im Jahre 1948 auf 39 gestiegen; die Lehrerwohnung sowie die Verwalterwohnung; nur im Jahre 1865 lebte ein Spross der Familie v. Arnim im Gutshaus.

Vor dem 2. Weltkrieg wohnten Schnitter in den Kellerräumen und nach 1945 zogen dort Flüchtlinge ein und auch die Verwaltung des VEGutes Klepelshagen hatte im Haus zwei Räume und die Betriebsküche war im nördlichen Keller untergebracht.

 

 

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So blieb das Gutshaus weitesgehend in seiner Substanz erhalten. 1995, nach aufwendiger
Sanierung, übernahm es die „Botschaft der Wildtiere“(Wildtierland Klepelshagen).

Von den einstigen Wirtschaftsgebäuden des Gutes
sind heute nur noch die rekonstruierte Steinscheune und der Speicher erhalten geblieben. Der „Botschaft der Wildtiere“ war es nach der Wende auf schnelle und unkonventionelle Weise möglich, aus dem
ehemaligen Speicher eine moderne Kulturscheune mit zahlreichem Anschauungsmaterial rund um Flora und Fauna des Wildtierlandes entstehen zu lassen.

Gutshaus Gehren

Das Gutshaus erinnert in seiner Größe und Bauform an den einstmals großen Landbesitz: das Haupthaus über verputztem Feldsteinsockel, ein breit gelagerter Bau mit mächtigem Satteldach, ursprünglich wohl als ein Fachwerkbau und A. 18 Jahrhundert entstanden, ist jetzt ein glatt verputztes Gebäude vom 8 Achsen im Erdgeschoss.

 

 

© Rainer Gindele, Berlin

Gutshaus Glantzhof

Der Ort erhielt seinen Namen von zwei Brüdern. 1853 hatte Anton Friedrich Glantz mit seinem Bruder Johann Gottfried Glantz ein neues Ackergut errichtet, welches den Namen "Glantz`s Hof" erhalten sollte.

Zwischen 1853 und 1857 wurde die Chaussee von Pasewalk bis zur mecklenburgischen Grenze gebaut, wofür ein Teil des Gutes geopfert werden musste. In den 1860ern wechselte der Besitzer, das Gut ging am Fr. Stamm. Von 1882 bis 1894 wurde das Gebiet gemeinsam mit dem Ackerplan von Carl Bettac zu einem Jagdgebiet vereinigt.

In den folgenden 20 Jahren wurde über das Gut wenig erwähnt. 1924 waren die Witwe Ida Tavernier und ihr Schwiegersohn Otto Ernst Schulz als neue Besitzer eingetragen. Bis zur Enteignung 1945 waren sie die Besitzer. Nach der Enteignung wurden einzelne Parzellen verlost und eine Hälfte des Hauses der Familie Manthey (Flüchtlinge aus Hinterpommern) zugeschrieben.

1945 wurden die Flächen zersiedelt. Nach der Wende wurde das Gutshaus renoviert. Heute leben drei Familien in dem Gebäude.

Gutshaus Lübbenow in Uckerland-Lübbenow

Zweigeschossiger rechteckiger Putzbau im neoklassizistischen Stil mit durchfenstertem Sockelgeschoss und Walmdach
Schon 1301 wurde ein „Hermannus de Lubbenow“ erwähnt, der in Anklam Konsul war. Im Dorf befindet sich ein ehemaliges Gut, dessen mächtige Stallungen den Wohlstand der früheren Adelsbesitzer belegen. Das 1738 errichtete Herrenhaus kam durch Umbauten 1840 zu seiner heutigen Form. Das Gelände grenzt im Osten an einen kleinen See leider ist vom Gutspark kaum noch etwas vorhanden.

Das Gutshaus wurde 1778-1785 durch den Gutsbesitzer Stephan Werner von Dewitz erbaut. © Sebastian Haerter

Gutshaus Cölpin

Es ist ein zweigeschossiger barocker Putzbau mit einem Doppelwappen der Familien von Dewitz und von Bülow.

Von 1303 bis 1945 befand sich das Gut im Besitz der Familie von Dewitz, letzter Besitzer bis 1945 war Fritz von Dewitz. Frau von Dewitz ist noch während der Vertreibung in Cölpin gestorben, Herr von Dewitz ist mit seinen Kindern nach Lübeck verzogen und hat dort ein Buch geschrieben "Über den Wald" (den Cölpiner!).

Nach 1945 zogen Flüchtlinge in das Gutshaus ein, später wurde es für eine Schule und eine Gaststätte genutzt.

Nach 1992 nutzte die Johanniter-Unfallhilfe das Gebäude.

Im Jahre 2008 erwarb der heutige Besitzer das Gutshaus, hier entsteht ein Gestüt mit Springpferden als Außenstelle des Gestütes Aldenbergh in Holland.

Zum Gutshaus gehört eine umfangreiche Parkanlage mit dendrologischen Sehenswürdigkeiten und einem umfangreichen historischen Baumbestand.

Er entstand bis Ende des 18. Jahrhunderts unter Friedrich Georg Karl von Dewitz.

Zwei historische Brücken blieben im Park erhalten.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.von-dewitz.eu

© Sebastian Haerter

© Sebastian Haerter

Gutshaus Lemmersdorf in Uckerland

Neben dem restaurierten und heute als Wohnhaus genutztem Gutshaus mit gepflegter Parkanlage (1835 nach Plänen von Lenne angelegt) liegen die teils zerfallenen riesigen Wirtschaftsgebäude, als wenn die Zeit hier stehengeblieben wäre.
Zwischen 1840 und 1945 war das Gut im Besitz des Grafen von Schwerin aus Wolfshagen, nach der Zwangsenteignung 1945 diente das Guthaus zunächst als Waisenhaus und später bis 1996 als Kinderheim mit Schule.

© Rainer Gindele, Berlin

Bis zu seiner Enteignung 1945 blieb das Gut im Besitz der Familie Flügge.

Gut Schmarsow

Patronatskirche mit angrenzendem Gutshof
Bemerkenswert ist der am östlichen Kirchenschiff befindliche Gruftbau, der noch heute mit zahlreichen Särgen ⚰️ versehen ist.

In die umlaufende Kirchmauer aus Granitstein integriert sind die Grabstätten der ehemaligen Gutsbesitzer.

Ursprünglich im Besitz derer von Lynstedt wurde das Gut nach dem 30jährigen Krieg vom Rittmeister von Winterfeld bewohnt. Zunächst verblieb das 40.000 qm große Rittergut im Besitz derer von Winterfeld bis es 1782 an die von Sydow wechselte. 1840 wurde Julius Flügge Gutsbesitzer. Von dieser Zeit zeugen noch heute 2 Kindergräber auf dem Kirchhof.

Das Haupthaus des ehemaligen Rittergutes wurde zu DDR-Zeiten von der LPG genutzt und 1989 abgerissen. Nach weiteren Abriss- und Aufräumarbeiten gab es für das Gut 2003 einen neuen Anfang.

Es beherbergt XXL-Ferienwohnungen und eine Trakehnerzucht.

Die Gutsanlage ist nur in den Sommermonaten mietbar. www.gut-schmarsow.de

Gutshaus Güterberg

Güterberg wurde als Gutssiedlung gegründet. Im Laufe der Jahrhunderte gab es mehrere Besitzer, denen Anteile von Güterberg gehörten, Familien von Arnim, von Blankenburg, von Fahrenholz, von Steinwehr, von Eickstedt und von Winterfeld. Seit dem Jahre 1776 bis 1945 war Güterberg im Alleinbesitz der Familie von Arnim.

Den Mittelpunkt des Dorfes bildet das vor 1870 erbaute Schloss, das als Zeichen der ehemaligen Gutsherrschaft gilt, sowie die das Schloss umgebende Parkanlage mit Sporteinrichtungen und der Dorfteich mit üppigen Ufer- und Wasserpflanzen.

 

Es dient derzeit als Dorfgemeinschaftshaus und wird durch den Gemeinnützigen Güterberger Dorfverein e.V. für Dorfveranstaltungen, Freizeitsport und Jugendclub, aber auch für Familienfeiern genutzt.  

Das Güterberger Schloss wurde als zweigeschossiger, neun-achsiger Putzbau mit Mittelrisalit und drei Spitzbogenarkaden errichtet. 

Carolinenthal gehört zum Ortsteil Güterberg. 1745 sind hier die ersten Ansiedlungen unter dem Namen Guterboksches Vorwerk bekannt. Seit 1817 heißt der Ort Carolinenthal. Mittelpunkt des Ortes ist das ehemalige Gutshaus in Feldsteinbauweise. Ebenfalls in Carolinenthal befindet sich am Ortsausgang in Richtung Strasburg ein Schwedengrab mit dreizehn als Rondell gepflanzten Winterlinden.

Gutshaus Hornshagen 

Gutshof Jagow

Jagow war Stammsitz des gleichnamigen Adelsgeschlechtes von Jagow, die hier nachweislich seit 1250 saßen.

Gutshaus Groß Spiegelberg

Im 18. Jahrhundert in Fachwerkbauweise errichtetes Gutshaus. Um 1801 erweiterte man das Haupthaus um zwei massive Anbauten zu einer Dreiflügelanlage.

Die Sanierung des Gutshauses ist 2013 fast abgeschlossen.

Um 1896 befand sich das Gut im Besitz von Carl, Emil und Werner Glantz. Anfang des 20. Jahrhunderts war eine Familie von Winterfeldt Eigentümer des Gutes. Nach 1945 diente das Gutshaus zu Wohnzwecken.

Im Inneren des Gebäudes blieb die historische Raumaufteilung erhalten, auch Kachelöfen, die Stuckdecke im Saal, Fußbodenintarsien in der Bibliothek und zum Teil in Zimmern sind erhalten. Eine Überlieferung sagt, dass Zar Peter I. im Park des Gutes ein Schaf geschoren hat.

 

Gutshaus Blumenhagen

Das Dorf wird als Ort in der Uckermark erstmals 1375 im Landbuch des Kaisers Karl IV. erwähnt. Zu dieser Zeit besaßen die von Arnim einen größeren Besitz in Blumenhagen, den sie 1618 an die Familie von Berg veräußerten.

In der Folge wechselten die Gutsbesitzer häufig, so erwarben auch die Familien von Meyen und von Neckar Eigentum im Dorf.

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts gelangte ein Teil des Dorfes zu Pommern, der Ritter von Muckerwitz zu Torgelow erwarb einigen Grundbesitz in Blumenhagen.

1763 wurde Carl Ludwig Fernow in Blumenhagen geboren. Er war ein Kunsttheoretiker, Romanist und Bibliothekar in Weimar. Das Gutshaus entstand wohl Ende des 18. Jahrhunderts und wurde 1870 erweitert. Während dieser Umbauarbeiten erhielt das Gebäude den zweigeschossigen Wirtschaftsanbau in Backstein.

 

 

Gutshaus und Anbau wurden bis 1992 als Schule genutzt. Während das Gutshaus heute leer steht und einer notwendigen Sanierung harrt, ist der Wirtschaftsanbau bewohnt.

Gutshaus Schönhausen

In Schönhausen befand sich eine mittelalterliche Burg.

Das Gutshaus wurde 1843 nach Plänen von Friedrich Wilhelm Buttel für die Familie von Michael erbaut.

Das Gut befand sich seit dem 15. Jahrhundert bis zum Verkauf 1820 an den Amtmann August Georg Carl Michael im Besitz der Familie von Rieben. Die Wirtschaftsgebäude stammen aus den Jahren 1854/55, die Gruft im Park ist 1925 gebaut worden. Dort befanden sich mehrere Kellergewölbe aus dem 16. Jahrhundert.

Das Gutshaus fand nach 1945 Verwendung zu Wohnzwecken für Umsiedler, dann als LPG-Küche, Kinderkrippe und Kindergarten. Eine Schule war bis 1995 hier untergebracht, der Kindergarten bis 1996.

Auf einer vorgelagerten Halbinsel sind noch Burgreste zu erkennen, die zur Sicherung der mecklenburgischen Grenze diente.

Gutshaus Schönbeck

Das Dorf besaß zwei Güter: den eigentlichen Gutshof und den kleineren Freischulzenhof. Der
Freischulzenhof war um 1600 im Besitz von Thomas Sternberg.

1607 heiratete Hinrich Sterth die Erbtochter und erhielt den Hof. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts besaß die Familie Rust den Hof und behielt ihn, bis ihn Johann Rust 1847 an J. Kuhlow aus Petersdorf verkauft.

Mehrfach wechselten dann die Besitzer, bis er 1809 an Carl Jühlke aus Kublank kam. Als letzte
Eigentümerin war Frau Karl Jühlke eingetragen.
Die Geschichte des größeren Gutes ist komplizierter: Im Mittelalter hatten verschiedene Adelsfamilien über kurze oder längere Zeit Besitz in Schönbeck. Überliefert sind die Familiennamen Loocstede, Peckatel, Holtebutel, Czernyn, Heydebreke und Rieben. Nach dem Aussterben der Holtebutel, die den größten Teil des Dorfes besaßen, fiel deren Teil an den Landesherrn, der nach und nach auch das übrige Dorf in seine Hand bekam und es in Pacht gab.

Das Gutshaus war eher bescheiden. Es war ein eingeschossiges Wohnhaus von elf Achsen mit einem dreiachsigen Mittelrisaliten und einem abgewalmten Satteldach. Erbaut wurde es
wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Damit dürfte das in die Pachtzeit der Familie Odebrecht gefallen sein. Spätere Pächter erweiterten das Haus nach ihren Bedürfnissen durch Anbauten auf der Rückseite. Der letzte Pächter der Domäne war Ernst Drews. Er musste die Pacht aufgeben, als in den 1930er Jahren das Gut an die Niederdeutsche Siedlungsgesellschaft veräußert wurde.

Diese errichtete auf dem Land 28 Reichsbauernhöfe.

Das Gutshaus wurde nach der Aufsiedelung weiter zu Wohnzwecken genutzt und in der DDR-Zeit
umgebaut. Es erhielt den üblichen Einheitsgrauputz und moderne dreiflügelige Fenster, welche das
ursprüngliche Fassadenbild vollständig veränderten. 2000 gehörte das Gebäude der Agrar GmbH & Co. KG Sandhagen. Diese ließ das Gutshaus im gleichen Jahr abreißen.

Park Hotel Schloss Rattey

Im Jahre 1690 verlieh Gustav Adolf Herzog von Mecklenburg-Güstrow den Besitz an Georg-Henning von Oertzen.

Die Familie konnte den Besitz aber erst ab 1775 nach dem Erlöschen der Familie Manteuffel im männlichen Stamm für sich nutzen. In diesem Jahr übernahm Victor-Wilhelm von Oertzen den Besitz. Sein Sohn, HansChristoph von Oertzen ließ 1806 das Herrenhaus, einen zweigeschossigen Putzbau im klassizistischen Stil, auf den Fundamenten eines älteren Gebäudes, errichten. Das Herrenhaus Rattey wurde zum Ende des 2. Weltkrieges durch die Familie von Oertzen an die Gemeinde verkauft.

Die Familie verließ Mecklenburg nach dem gescheiterten Hitler-Attentat, an dem Hans-Ulrich von Oertzen maßgeblich beteiligt war.

Nach dem Krieg zogen vorerst Flüchtlinge in das Gebäude ein, später wurden die Räume auch durch einen Kindergarten, die Post und die LPG-Küche genutzt.

 

 

 

 

Im Park stehen 13 Eichen, deren Alter auf mindestens 700 Jahre geschätzt wird.

Im Jahre 1996 erwarben zwei Bremer Unternehmer das Herrenhaus und renovierten es von Grund auf.

Bekannt wurde Rattey auch als nördlichstes Weinanbaugebiet Deutschlands.

Schlosspark Rattey

Hans-Christoph von Oertzen ließ 1806 das Herrenhaus errichten, zeitgleich entstand der Landschaftspark.

Besonders beeindruckend sind die 13 Eichen auf der sogenannten Pferdekoppel, deren Alter auf mindestens 700 Jahre geschätzt wird.

Im Landschaftspark wird heute Wein angebaut - das nördlichste Weinanbaugebiet Deutschlands.

Gutshaus Lindow

Das Gutshaus wurde im 17. Jahrhundert errichtet. An- und Umbauten erfolgten im 18. Jahrhundert und im Jahre 1890.

Bis 1632 befand sich das Gut im Besitz der Familie von Wolgast. Nach mehreren Besitzerwechseln gelangte es in den Besitz des Herzöge von Mecklenburg-Strelitz.

Das Gutshaus diente nach 1945 zu Wohnzwecken.
Nach baupolizeilicher Sperrung erfolgte 1997 der Leerzug des Gebäudes.

Das Gutshaus befindet sich in Privatbesitz.

Es ist als besonders, durch Verfall gefährdet, vom Landesamt für Denkmalpflege eingestuft.

Gutshaus Groß Miltzow

Um 1760 wurde ein eingeschossiges Gebäude mit Mittelrisalit für die Familie von Dewitz erbaut, das später mit dem Haupthaus verbunden wurde.
1780 fand ein Umbau des Haupthauses in ein zweigeschossiges Herrenhaus mit reichhaltiger
Innenausstattung im barocken Stil statt. Um 1840 wurde das ältere Gutshaus umgebaut. Diesmal in ein
Gebäude mit Mansardendach auf einem Sockelgeschoss mit einem dreiachsigen Mittelrisalit im Stil der französischen Renaissance.

1905 wurde der Wirtschaftsflügel angebaut. Bis 1905 befand sich das Gut im Besitz der Familie von Dewitz.

Von 1905 bis 1942 war es im Besitz des Freiherren von Bodenhausen und danach bis 1945 der Familie von Schwerin.

Nach 1945 wurde das Gutshaus als Verwaltungsgebäude genutzt. Nach 1990 wurde es kurzzeitig als Hotel geführt.

Heute befindet es sich in Privatbesitz. Ein Umbau für Wohnzwecke ist geplant.

Der umfangreiche Park und einige Wirtschaftsgebäude sind noch gut erhalten.

Gutshaus Klein Daberkow

Seit 1298 war der Ort ein Klostergut und seit 1665 Domäne des Herzogtums Mecklenburg-Strelitz.
Das in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtete Gutshaus wird bis heute zu Wohnzecken genutzt.

Gutshaus Kreckow

Der Kreckower Gutshof ist einer der wenigen komplett erhaltenen Gutsanlagen in Mecklenburg - im Sinne des Barock streng symmetrisch, mit Herrenhaus, anschließendem Park, Verwalterhaus, Pferdestall und Nebengebäuden.

Das Herrenhaus wurde im Jahre 1744 durch Wilhelm Ludwig von Bissing als eingeschossiger barocker Putzbau mit Mansardendach und hohem Sockelgeschoss erbaut. Von 1762 gehörte es den Grafen von Schwerin. Seit 1860 wohnte hier die Familie Strasen, die das Gut gepachtet hatten und 1934 kauften.

Nach dem 2. Weltkrieg wohnten im Herrenhaus 20 Aussiedlerfamilien. Ab dem 1. Juni 1950 wurde im Gutshaus eine Schule eingerichtet, die rund 150 Kinder besuchten. 1977 wurde die Schule aufgelöst. Von 1970 bis 1993 diente das Gebäude als Kindergarten. 1995 erwarb der Bildhauer Simon Schade das Gutshaus.

Im Park hat er einige Großplastiken geschaffen. Im Haus sind in ständiger Ausstellung Arbeiten von Ulrike Rösner und Simon Schade zu sehen.

Hinter dem Gutshaus befindet sich ein ca. 1 ha großer landschaftlich überformter Barockpark. Der Park ist von einem Graben umgeben und hatte in den zu den Wiesen zu gelegenen Ecken zwei Teiche.

https://www.kreckow.de/gutshof/

Der Kreckower Gutshof ist einer der wenigen komplett erhaltenen Gutsanlagen in Mecklenburg - im Sinne des Barock streng symmetrisch, mit Herrenhaus, anschließendem Park, Verwalterhaus, Pferdestall und Nebengebäuden.

Die Feldsteinkirche in Kublank aus dem 14. Jahrhundert wurde nach einem Brand 1911 wieder aufgebaut.

Gutshaus Kublank

Eingeschossiger Putzbau mit zweigeschossigem Mittelrisalit.

Gut Friedrichshof bei Neubrandenburg

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde das wüste Gut wieder aufgebaut. Es war Domäne der Großherzöge
von Mecklenburg-Strelitz.

Mehr dazu unter: https://www.friedrichshof13.de/historisches.html

Gutshaus Helpt

1455 wurde die Familie Bredow mit Helpt belehnt. Der Besitz der Helpts fiel mit dem Aussterben der Linie in herzoglichen Besitz.

Dieser machte daraus ein Gnadenlehen, dessen letzter Nutznießer Hauptmann Jürgen von Mecklenburg war.

Der verpfändete 1665 seinen Grund und Boden an Henning von Oertzen. 1694 mussten die Oertzens Helpt auf 20 Jahre verpfänden. 1715 konnte Henning von Oertzen das Gut wieder einlösen. 1753 wurde es an Hauptmann Lucius Arnold von Rhaden verkauft. 1782 kam das Gut an Otto Ulrich von Dewitz. 1865 verkaufte Ulrich Otto (der Dritte) von Dewitz Helpt an Friedrich Adolph Diedrich von Dewitz. Der baute das Gut in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts aus und um. Er ließ 1884 auch das elfachsige Gutshaus mit den roten Klinkern und einem Feldsteinsockel errichten. Sein Sohn, Otto Balthasar von Dewitz, verkaufte 1911 das Gut mit den zwei Vorwerken an Dr. jur. Hans Bodo Freiherr von Bodenhausen. Von ihm erbte sein Sohn Kraft Eberhard das Gut und dann sein Enkel Bodo Eberhard, der auch der letzte Herr auf Helpt war.

Im 19. Jahrhundert entdeckte der Gutsbetrieb auch die Ruine der mittelalterlichen Burg von Helpt für die wirtschaftliche Nutzung. Das erhaltene Untergeschoss erhielt ein Ziegelgewölbe, Einfüllschächte, Lüftungsluken und Türöffnungen an beiden Seiten und wurde so bis in die 1950er Jahre zu einem Kartoffelkeller. Als diese Lagerstätte ihren Nutzen verlor, baute man auf dem Burghügel Schuppen und Kleintierställe.

Mitte der 1990er Jahre wurden der ursprüngliche Burghügel und der Eiskeller wieder hergestellt. In das Gutshaus sollte eine Kinderwohngruppe eines in Trägerschaft des Internationalen Bundes für Sozialarbeit stehenden Kinderheimes einziehen.

Seit der Aufsiedelung Anfang der 1930er Jahre dient das Hildebrandshagener Gutshaus bis heute zu Wohnzwecken.

Gutshaus Hildebrandshagen bei Woldegk

Als 1645 der letzte Blankenburg ohne Erben verstarb, wurde Reichsfreiherr Otto von Schwerin sein Nachfolger.

1652 erwarb er zunächst das Angefälle auf Wolfshagen, 1670 gelangte er in den Besitz aller Ländereien. Nach seinem Tod ging der Besitz an seinen gleichnamigen Sohn.

Wichtig für Hildebrandshagen wurde Reichsgraf Johann Christoph Hermann von Schwerin, der 1827 die Wolfshagener Besitzungen erbte. Als er 1858 starb, hinterließ er seinem Sohn Wilhelm Stanislaus von Schwerin Göhren, Hildebrandshagen, Wilhelmsheyn und Bülowssiege.

Fast alle seine Güter waren von ihm nach modernsten wirtschaftlichen Gesichtspunkten umgestaltet und teilweise erheblich erweitert worden, auch Hildebrandshagen.

Das Gutshaus trägt die Handschrift verschiedener unter Hermann von Schwerin in Wolfshagen erbauter Gebäude. Mit dem Friesband unterhalb des Traufgesimses sowie den Friesen an den Giebeln ähnelt der eingeschossige elfachsige Ziegelbau mit Satteldach in manchem dem Wolfshagener Gasthaus, der dortigen Schmiede oder dem Gutsspeicher.

Demzufolge dürfte das Hildebrandshagener Gutshaus um 1850 gebaut worden sein.

Der letzte Gutsherr, Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld, erbte 1926 Göhren, Hildebrandshagen und weitere Güter von seinem Onkel.

1932 musste er Hildebrandshagen auf Grund der Weltwirtschaftskrise verkaufen. Erworben wurde es durch eine Siedlungsgesellschaft, die es in 19 Stellen zu je 20 Hektar, eine Restgutstelle mit 40 Hektar und in Dispositionsland aufteilte. 300 Familien hatten sich um die Stellen in Hildebrandshagen beworben. Die Siedler kamen aus Sachsen, Thüringen und Westfalen. Mit dem Verkauf endete eine seit Mitte des 17. Jahrhunderts währende Herrschaft der Familie von Schwerin über das Dorf.

 

 

Gutshaus Rehberg

Als Mitte des 16. Jahrhunderts der letzte Lehnsträger der Familie Sonneke starb, zogen die Mecklenburger Herzöge das Gut wieder ein.

1718 war Rehberg als ritterschaftlicher Anteil im Besitz der Familie von Tornow. 1741 musste Andreas Cristoph von Tornow das Gut jedoch wieder an die Herzogliche Kammer verkaufen. Dadurch wurde Rehberg eine Domäne.

Der Bauherr dürfte ein Mitglied der Familie Schröder gewesen sein, die zu der Zeit die Domäne bewirtschafteten.

Das Gutshaus gehört der Kommune und befand sich 2000 im Prozess einer umfassenden Sanierung.

Das Gutshaus ist ein eingeschossiges Pächterwohnhaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Es besteht aus Backsteinen und wurde später durch einen Flügelanbau erweitert. © Rainer Gindele, Berlin

Nach dem Krieg wurde das Gutshaus weiter für Wohnzwecke genutzt. Heute steht es leer und verfällt.

Gutshaus Vorheide

Der Ort wurde als Domäne von Rehberg aus bewirtschaftet. 1778 wurde dort ein Vorwerk angelegt. Nach dem Tod des Rehberger Pächters wurde Vorheide im Zuge der Erbauseinandersetzungen 1853 eine eigenständige Domäne.

Danach wurde das Gutshaus errichtet. Franz Boldt, der erste selbständige Pächter, ließ den einstöckigen massiven, elfachsigen Klinkerbau mit dem abgewalmten Satteldach errichten. Das Dach wurde später ausgebaut.

Der Eingang wurde durch eine in Fachwerkbauweise errichtete Veranda geschützt.

Einen Nachfolger in der Pacht fand Franz Boldt mit August Schulz. Dieser bewirtschaftete das Gut mehr als vier Jahrzehnte. Sein Sohn Ludolf war der letzte Pächter.

Gutshof Wilsickow

Die Historie derer v. Holtzendorff

1466 verkaufte Ritter Henning v. Oldenvlyt das Gutsdorf Wilsickow an Friedrich und Christoph v. Arnstorff. Diese Familie war Eigentümer bis zum Jahre 1742. Danach erwarb Henning Joachim v. Holtzendorff das Gut Wilsickow mit 1.000 ha Ackerland. Das Gutshaus entstand Mitte des 18. Jahrhunderts. An der südlichen Seite wurde um 1850 ein zweigeschossiger Bau mit einem Treppenturm angefügt, der aber 1994 aufgrund seiner Baufälligkeit wieder abgetragen wurde.

Um 1900 wurden von Axel und Cäcilie v. Holtzendorff umfangreiche Modernisierungsmassnahmen auf dem Gutshof, vorrangig an den landwirtschaftlichen Gebäuden, vorgenommen. Cäcilie ließ sich 1923 im rechten Winkel zum Gutshaus eine Villa als Altenteil erbauen, die heute als Gutscafé und Ferienwohnung genutzt wird. An der Fassade der Villa befindet sich das Wappen derer v. Holtzendorff. Mit dem Wappen und dem sich darunter befindlichen Spruch verkündete Dietrich v. Holtzendorff, Sohn des Axel und Cäcilie, eine Maxime seines Vaters. Es handelt sich um eine Sentenz von Ovid aus „Die Kunst der Liebe“:

„Auch Landleben und die Lust am Landbau erfreut das Gemüt; wer der Sorge sich weiht, hat vor den anderen Ruh.“

RURA QUOQUE OBLECTANT ANIMOS STUDIUMQUE COLENDIQUELIBET HUIC CURAE CEDERE CURA POTEST
Ovidi Remendia Amoris V.169

Die letzten Besitzer vor der Enteignung durch die Bodenreform 1945 waren Dietrich und Ehrengard v. Holtzendorff. Nach 1945 zogen in das Gutshaus Flüchtlinge ein, später waren hier auch das Gemeindebüro, ein Konsum, der Kindergarten und eine Arztpraxis untergebracht. 1994 erwarb Ilsa-Marie v. Holtzendorff, die Enkelin der letzten Besitzer, gemeinsam mit ihrem Mann Georg v. Holtzendorff das Gutsensemble zurück. Seitdem wurde die gesamte Hofanlage liebevoll und aufwendig restauriert.