REISEZIELE

Gutshaus Genzkow

Blick über den Dorfanger zum Gutshaus

Das über 700jährige Genzkow (seit 1298 erwähnt) ist in seiner Entwicklung ein schönes Dorf geworden, das in einer reizvollen Landschaft am Fuße des Endmoränenbogens der Brohmer Berge liegt.

Der Probst zu Stargard G. Krüger hat den Ort 1925 wie folgt beschrieben:
„Genzkow, 3/4 Meilen südwestlich von Friedland, an einem See, unfern der Neubrandenburg-Friedländer Chaussee, auf fruchtbarer, ziemlich hügeliger Feldmark, Domäne mit Kirche - Filial von Jatzke -, Schule, Schmiede..."
„Wie die Außenlinie der Wörde (erhöhte Hofstelle, Hügellage) zeigt, war das alte Bauerndorf als rechteckiges Angerdorf am Nordwestufer eines Sees angelegt, von einem ausfließenden Graben senkrecht durchschnitten. Auf dem 650 m langen Anger liegt die Kirche in ovalem Kirchhof … der Anger ist S-förmig um einen Teil des Gutsgartens herumgeführt.“

In der Beschreibung lässt sich der kleine Ort mit seinen rund 200 Einwohnern noch heute gut erkennen … nur Schule und Schmiede fehlen.

Das Gutshaus wurde von Otto Friedrich von Bardeleben in der zweiten Hälfte um 1770 als massiver, eingeschossiger Putzbau mit Quaderung, einem Mansardendach und einem dreiachsigen Mittelrisaliten errichtet und 30 Jahre später um die äußeren Achsen erweitert.

Danach wechselten seine Besitzer häufig. Im Jahr 1905 ging das Gut an Otto Diederichs, dessen Witwe es bis zum Ende des 2. Weltkrieges besaß und im Zuge der Bodenreform enteignet wurde.

Zwischen Kirche, Gutshaus und Genzkower Graben (See) erstreckt sich eine Parkanlage. Eine umfangreiche Kiefer im Park trägt statt ihrer Krone ein Storchennest. Jahrzehntelang hatte das Storchenpaar sein Nest auf dem alten Stall, gegenüber der Kirche … nach dem Abriss des Stalls entschied man sich kurzerhand für für die Kiefer als neuen Standort für das Storchennest und so gehört das gewohnte Klappern der Storche auch heute zum Sommer in Genzkow.

Kontakt
Genzkow
Deutschland


Blick vom Park zum Gutshaus
Blick vom See auf die Rückseite des Gutshauses
Gebäude der alten Brennerei
Feldsteinkirche aus dem 13. Jh. Mit Fachwerkturm von 1774
Eingang zum Kirchhof mit Blick auf den Chorgiebel
Blick über die Wehranlage zum See
Genzkower Graben (See)

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