REISEZIELE

Gutshaus in Altwigshagen

Was zwei Weltkriege und die DDR-Zeit nicht vollbracht haben, ist in den letzten drei Dekaden vollbracht worden.

Gutshausverfall in Altwigshagen

Altwigshagen wurde vor über 700 Jahren als Rittergutssiedlung gegründet und ist damit die älteste Gemeinde im Amt Torgelow-Ferdinandshof. Der Ort war ein alter Lehensbesitz derer von Schwerin. Bereits 1331 wird "castrum der Schwerine" erwähnt (lat. befestigter Ort). Durch Tausch einiger hinterpommerscher Dörfer gelangte die Familie von Borcke in den Besitz von Altwigshagen. Hugo von Borcke ließ um 1900 auf den Grundmauern eines älteren Gebäudes das heute zerfallende Herrenhaus im Stil der englischen Tudorgotik errichten.

Was zwei Weltkriege und die DDR-Zeit nicht vollbracht haben, ist in den letzten drei Dekaden vollbracht worden.

1994/95 zogen das Bürgermeisterbüro und die letzten Bewohner aus dem Gutshaus aus und die Gemeinde veräußerte das Herrenhaus.

Das in Privatbesitz befindliche Denkmal ist durch fehlende Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen überaus stark in Mitleidenschaft gezogen und wohl dem Verfall preisgegeben.

Landschaftlich wunderschön am Nordrand der Friedländer Großen Wiese gelegen ist es ein Trauerspiel für das Potential des ruhigen Dörfchens mit seinem etwa 15 ha grossen malerischen See, der sich knapp 100 m hinter dem Schlossberg befindet.

Kontakt
Altwigshagen
Deutschland


Zugewucherter Eingangsbereich (Mittelrisalit und Flankierturm)
noch steht der Flankierungsturm mit seinen Tudorbögen an den Fenstern
Rundfenster im Mittelrisalit
Reetgedeckte Stallscheune in Altwigshagen
Steganlage am Altwigshagener See

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